Beleuchtung im Kinderzimmer – Tipps für das perfekte Lichtkonzept

Gerade in der dunklen Jahreszeit kommt der richtigen und ausreichenden Beleuchtung im Kinderzimmer eine wichtige Rolle zu. Denn die paar Stunden Tageslicht pro Tag sind häufig wolkenverhangen, so dass das Licht oft den gesamten Tag über an ist. Oder nach dem Kindergarten/der Schule wird es schon wieder dunkel. Aus diesem Grund habe ich hier die wichtigsten Tipps für die Beleuchtung im Kinderzimmer zusammengefasst.



Grundbegriffe

Bevor du dich an die Auswahl der Lampen machst, ist es wichtig einige Grundbegriffe der Beleuchtung zu kennen. Denn nur so kannst du die korrekten Leuchtmittel auswählen.

Kelvin (K): Kelvin ist die Maßeinheit für die Lichtfarbe und gibt an wie warm das Licht einer Lichtquelle erscheint. Je höher die Kelvinzahl um so bläulicher und kälter erscheint das Licht, je niedriger um so gelber und wärmer.

Warmweißes Licht schafft eine gemütliche Atmosphäre und eignet sich gut für die Beleuchtung im Kinderzimmer. Neutralweißes Licht wird meist in Büros eingesetzt, Tageslichtweiß findet häufig in Industriehallen oder Krankenhäusern Verwendung. Wenn du Leuchtmittel kaufst, solltest du also auf den Kelvinwert achten - 2.700 bis 3.000 K sind am häufigsten zu finden und eignen sich gut für das Kinderzimmer.

Lumen (lm): Vereinfacht gesagt gibt die Maßeinheit Lumen Auskunft über die Helligkeit des Leuchtmittels. Während wir früher bei den Glühlampen bei der Frage nach der Helligkeit die Wattzahl geprüft haben, ist dies heute nicht mehr sehr aussagekräftig. Wenn du also Leuchtmittel kaufst, dann schaue auf die Angabe zur Lumenzahl. In der unten stehenden Tabelle findest du Vergleichswerte zu den früheren Glühbirnen (Circaangaben):



Auswahl der Leuchtmittel

Aufgrund ihrer schlechten Energieeffizienz werden die alten Glühbirnen schon seit einigen Jahren nicht mehr hergestellt und verkauft. Heute gibt es eine große Auswahl verschiedener Leuchtmittel für verschiedene Einsatzzwecke. Mein Tipp: Besonders empfehlenswert für die Beleuchtung im Kinderzimmer sind LED-Leuchtmittel. Sie haben einen sehr geringen Stromverbrauch, eine lange Lebensdauer, werden nicht warm und sind in verschiedenen Lichtfarben erhältlich. Zwar sind sie im Vergleich teurer, aufgrund ihrer sehr viel längeren Haltbarkeit (bis zum 50.000 Stunden) relativieren sich die Anschaffungskosten jedoch mit der Zeit. Halogenleuchten werden heiß und bieten gegenüber modernen LED-Leuchtmittenl kaum Vorteile – auch was die Energieeffizienz und Lebensdauer angeht. Energiesparlampen – vor einigen Jahren noch alternativlos wenn es um eine lange Haltbarkeit und geringen Stromverbrauch ging – sind aufgrund ihres Quecksilbergehalts ebenfalls keine gute Option. Mit LEDs triffst du für die Beleuchtung im Kinderzimmer also eine gute Wahl. Ich gebe dir aber den Tipp auf eine gute Qualität zu achten – denn billige LEDs haben zum Teil nicht die versprochene Lebensdauer.

Lichtplanung im Kinderzimmer – allgemeine Infos

Im Folgenden möchte ich dir die Grundlagen der Lichtplanung vorstellen und ein paar grundlegende Tipps geben worauf bei der Beleuchtung im Kinderzimmer zu achten ist. Zunächst benötigst du im Kinderzimmer eine Grundbeleuchtung. Diese dient der Orientierung im Raum und ist die Basis der Lichtplanung. Häufig besteht die Grundbeleuchtung aus einer einfachen Deckenleuchte. Bei kleinen Räumen kann dies ausreichen, größere Räume lassen sich aber häufig nicht genug damit beleuchten. Hier bieten sich Einbauspots in der Decke oder ein Schienensystem an. Die Helligkeit der Grundbeleuchtung hängt etwas von deinem persönlichen Geschmack ab. Für ein kleines Kinderzimmer mit 10 qm sollte sie zwischen 1.100 - 2.200 Lumen betragen, bei 15qm schon 1.650-3.300 Lumen. Da dunkle Oberflächen Licht schlucken, solltest du in einem solchen Fall eine etwas höhere Beleuchtungsstärke wählen. Idealerweise ist die Grundbeleuchtung dimmbar uns lässt sich damit auf verschiedene Bedürfnisse perfekt abstimmen. Zusätzlich zur Grundbeleuchtung sollten überall dort, wo zusätzliches Licht benötigt wird, weitere Lichtquellen geschaffen werden. Diese Lichtinseln oder -zonen sollten 2-3 mal heller sein als die Allgemeinbeleuchtung. Verwendest du zudem direkte und indirekte Beleuchtung, ergibt sich eine schöne und attraktive Lichtatmosphäre. Drei bis fünf Leuchtquellen dürfen es im Kinderzimmer auf jeden Fall sein – nur die Deckeinleuchte allein ist zu wenig.



Lichtplanung im Kinderzimmer - Zonenbeleuchtung

Im Folgenden möchte ich dir noch ein paar Tipps für die Beleuchtung verschiedener Zonen im Kinderzimmer geben.

Spielbereich




Eine zusätzliche Beleuchtung des Spielbereichs ist sinnvoll, da hier häufig gebaut und mit Kleinteilen gespielt wird. Schön sind hier ein bis zwei Stehleuchten oder ein Deckenfluter, der blendfreies Licht spendet.






Schreibtisch

Idealerweise platzierst du den Schreibtisch im rechten Winkel zum Fenster, so dass dieser vom Tageslicht erhellt wird. Zusätzlich ist eine verstellbare Schreibtischleuchte sinnvoll, die nicht blenden darf. Ist dein Kind Rechtshänder, stellst du die Lampe auf die linke Tischseite, ist es Linkdshänder nach rechts. Auf diese Weise wirft die Hand beim Malen und Hausaufgaben machen keinen Schatten auf das Papier. Hat dein Kind einen Computer, darf sich kein Licht im Bildschirm spiegeln, da dies die Augen zusätzlich ermüdet. Es gibt sogar Leuchten, die mit Sensoren das vorhandene Tageslicht messen und ihre Beleuchtungsstärke automatisch so anpassen, dass eine gleichbleibende Helligkeit gewährleistet ist.


Leselicht Leselicht am Bett oder in der Kuschelecke kommt idealerweise von schräg hinten damit es keine Schatten auf die Buchseiten wirft. Verstellbare Wand- oder Tischleuchten bieten sich besonders an.

Nachtlicht

Viele Kinder schlafen ungern im dunklen. Ein Nachtlicht spendet gedämpftes Licht und hält nachts die Monster fern. Die Auswahl ist riesengroß – von Varianten, die in die Steckdose gesteckt werden, mit eingebautem Bewegungssensor oder die variabel überall platziert werden können.

Wickeltisch Eine zusätzliche Beleuchtung am Wickeltisch ist durchaus sinnvoll, da man hier oft mit dem Rücken zum Deckenlicht steht und damit einen Schatten auf den Wickelbereich wirft. Zudem wird gerade in der Anfangszeit auch häufig nachts gewickelt wo eine zu helle Beleuchtung besser vermieden wird. Mein Tipp ist eine indirekte Beleuchtung oder schwenkbare Lampe, eventuell dimmbar, die hell genug ist um alles zu sehen, das Baby aber nicht blendet.


Dekobeleuchtung



Dekoleuchten dürfen in keinem Kinderzimmer fehlen, denn so wird es richtig gemütlich. Das Licht der Dekobeleuchtung wird nicht wirklich benötigt, aber es schafft ein schönes Ambiente. Ein Lichternetz über dem Bett, eine Lichterkette im Tipi, eine schöne Tierlampe neben dem Bett oder ein beleuchteter Schriftzug – die Auswahl ist auch hier riesengroß.





Und zu guter Letzt noch ein Sicherheitshinweis. Achte bei allen Leuchten darauf, dass sich dein Kind nicht daran verletzen kann. Gerade bei abenteuerlustigen Kleinkindern ist äußerste Vorsicht bei Kabeln oder Lichterketten geboten. Befestige diese daher gut an der Wand oder hänge sie außerhalb der Reichweite deines Kindes auf. Wenn du noch Fragen zum Thema Lichtkonzept im Kinderzimmer hast oder dir Hilfe wünscht, dann melde dich gerne bei mir:


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