Kinderzimmerwand gestalten – Die große Übersicht mit vielen Tipps und Tricks

Wenn es darum geht, das Kinderzimmer neu zu gestalten, kommt man zwangsläufig irgendwann bei den Wänden an. So sicherlich auch du, denn sonst wärst du ja nicht hier. Das ist super, denn hier gibt es einiges zu beachten und ich möchte dir in diesem Artikel eine ausführliche Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten der Wandgestaltung im Kinderzimmer geben. Außerdem ist die Kinderzimmerwand ein Gestaltungselement, das du nicht unterschätzen solltest – vielleicht das wichtigste überhaupt. Denn die Wandfläche ist groß und bietet damit ganz viel Potenzial, das Kinderzimmer individuell zu gestalten.



Wandfarbe

Klar, an diesen Punkt hast du sicherlich auch schon gedacht. Wenn du dich für das Thema „Farben und ihre Wirkung“ interessierst, möchte ich dir diesen Artikel ans Herz legen. Denn hier gibt es viele spannende Aspekte und Erkenntnisse aus der Farbpsychologie.

So, nun aber zum Thema. Du kannst entweder das gesamte Zimmer in einem Farbton streichen oder auch nur eine Kinderzimmerwand farbig gestalten.

Solltest du den gesamten Raum streichen wollen, empfehle ich dir, eine relativ helle Farbe zu wählen. Sonst wird das Zimmer insgesamt zu dunkel.

Möchtest du hingegen nur eine Kinderzimmerwand streichen, kannst du auch einen dunklen oder intensiven Farbton wählen. Sei ruhig mutig, es lohnt sich!

Welche Wand du farbig streichen solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ist das Kinderzimmer langgezogen, streichst du idealerweise die Kopfwand in einem dunkleren Ton, das nimmt dem Raum den „Schlauch-Charakter“. Ist der Raum niedrig, werden die Wände etwas dunkler als die Decke, das streckt nach oben. Oder du lässt oben an der Wand einen breiten weißen Streifen – auch das lässt den Raum höher wirken.

Häufig ist es aber einfach eine gute Idee, diejenige Kinderzimmerwand farbig zu gestalten an der nicht so viel passiert. Wenn du an einer Wand beispielsweise das Hochbett und eine Sprossenwand platzierst, dann ist die Wand schon sehr voll. Streiche dann lieber eine andere Wand und gestalte diese mit anderen Elementen – dazu später mehr.

Manche Kinderzimmer haben Nischen oder einen Kamin – diese lassen sich durch Farbe sehr schön hervorheben.

Eine weitere Option ist es, die Kinderzimmerwände nur halbhoch zu streichen. Suche dir hierfür idealerweise eine vorhandene horizontale Linie (z.B. die Fensterbank) und greife diese auf.

Weitere Ideen für das Streichen der Kinderzimmerwand habe ich in dem Artikel „Wand streichen: die schönsten Ideen für das Kinderzimmer“ zusammengefasst, schau hier gerne mal vorbei.




Wandgemälde/Wandbilder

Dieser Punkt ist wahrscheinlich nur etwas für dich, wenn du DIY-begeistert bist (oder so jemanden kennst). Aber wenn du dich für ein selbst gestaltetes Bild an der Kinderzimmerwand entscheidest, dann gibt es hier richtig, richtig schöne Optionen. Der Fantasie sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Wie du die „Klassiker“ Berge, Regenbogen oder Streifen am besten an die Wand zauberst, habe ich in diesem Artikel erklärt. Außerdem habe ich eine dann eine gute Buchempfehlung für dich. Alle 15 hier vorgestellten Entwürfe machen richtig was her und die Umsetzung wird Schritt für Schritt gezeigt.

Wenn du dich für ein solches großflächiges Highlight an der Kinderzimmerwand entscheidest, rate ich dir allerdings zu einer gewissen Sparsamkeit bei Farbe und Deko im restlichen Zimmer. Es muss natürlich nicht alles weiß sein. Aber damit das Motiv richtig wirken kann, bieten sich dezente Farben und Muster für das übrige Zimmer an. Greife am besten eine Farbe aus dem Motiv auf, dann hast du ein harmonisches Gesamtbild im Kinderzimmer. Und auch bei dem Motiv selbst rate ich dazu, die verwendeten Farben etwas aufzuhellen oder gedeckte Farben zu verwenden – sonst wird es schnell zu bunt und knallig. Wandgemälde sind definitiv ein toller Hingucker, allerdings kann man sich an diesen auch schnell sattsehen. Oder dein Kind mag das Motiv irgendwann nicht mehr – dann ist Überstreichen angesagt.


Entscheidest du dich dafür, eine Highlight-Kinderzimmerwand zu gestalten solltest du mit zusätzlicher Deko an dieser eher zurückhaltend sein. Stelle nur niedrige und wenige Möbel davor und hänge vielleicht nur ein dezentes Regal auf.



(Motiv-)Tapeten

Tapeten sind eine weitere Möglichkeit, eine Kinderzimmerwand großflächig zu gestalten. Die Auswahl ist – auch für spezielle Kindertapeten – mittlerweile enorm. Wenn du die Idee eines Wandgemäldes wie oben beschrieben grundsätzlich gut findest, dir die Umsetzung aber nicht zutraust, dann könnte eine Motiv- oder Foto-Tapete eine gute Alternative sein. Wobei das Anbringen einer Tapete nicht ganz einfach ist. Je nach Motiv müssen die Bahnen ganz exakt aneinanderstoßen, sonst sieht es komisch aus.

Aber auch hier gilt: an zu knalligen Motiven sieht man sich schnell satt, zudem kann das Entfernen einer Tapete aufwändig sein (einige Tapeten lassen sich überstreichen, da kannst du beim Kauf drauf achten).

Es gibt aber auch Tapeten, die sich sehr gut großflächig einsetzen lassen – zum Beispiel solche mit dezenten Motiven, Streifen oder Sternen oder einfarbig ganz ohne Muster.


Wie Farben können auch Tapeten helfen, die Raumwirkung zu verändern. Ein niedriger Raum wirkt höher, wenn du eine Tapete mit senkrechten Streifen verwendest. Für kleine Räume eignen sich Tapeten mit kleinen und gleichmäßigen Mustern. Soll es doch unbedingt ein Hingucker sein, dann beschränke dich auf eine Kinderzimmerwand und greife für die anderen Wände eine Farbe aus der Motivtapete auf – werde insgesamt aber nicht zu dunkel.



Wandtattoos

Wandtattoos sind eine wunderbare Möglichkeit, um eine Kinderzimmerwand zu gestalten. Im Gegensatz zu Wandfarben oder gar Tapeten sind sie sehr flexibel einsetzbar und meist auch rückstandslos zu entfernen.

Gerade, wenn die Wände nicht gestrichen werden sollen oder können, wind Wandtattoos eine tolle Möglichkeit, um Farbe and die Kinderzimmerwand zu bringen. Aber natürlich sind sie auch für farbige Wände geeignet.

Ein weiterer Vorteil: Man kann mit ihnen relativ kostengünstig die wechselnden Vorlieben der Kinder bedienen. Heute sind noch Pferde „in“ und nächstes Jahr Superhelden? Kein Problem. Vor allem, weil es Wandtattoos meist in verschiedenen Farben gibt, die du dann je nach Farbkonzept des Zimmers passend wählen kannst. Es muss auch nicht immer ein Motiv sein. Auch einfache Punkte, Sterne oder ein graziler Schriftzug wirken wunderbar.


Übrigens klebe ich sie auch sehr gerne auf die Türen von Kleiderschränken. Gerade große Schränke wirken durch ihre großen Türflächen oft sehr wuchtig. Mit einem Wandtattoo brichst du die Fläche auf.




Wandregale

Auch Wandregale eignen sich wunderbar, um eine Kinderzimmerwand zu gestalten. Es gibt mittlerweile unglaublich viele schöne Modelle, die an sich schon hübsche Dekoelemente sind.

Passend zur Jahreszeit oder mit den aktuellen Lieblings-Schleichtieren geschmückt sind sie tolle Hingucker. Mein Sohn stellt auf seinem Regal zum Beispiel immer seine neuesten Fundstücke aus der Natur aus.

Die Liebe zum Detail finde ich bei der Dekoration eines Kinderzimmers sehr wichtig. Das soll nicht heißen, dass überall etwas stehen muss. Kleine, liebevoll dekorierte „Inseln“ reichen völlig aus, überfrachten das Auge nicht und geben dem Raum das gewisse Etwas.


Sehr schön sind übrigens auch Bücherregale bei denen die Bücher mit dem Cover nach vorne zeigen. Für kleine Kinder sind sie super geeignet, weil sie die Bücher direkt erkennen können. Aber auch für ältere Kinder sind sie ein schönes Designelement, um die Kinderzimmerwand zu gestalten. Denn viele Buchcover sind so hübsch, dass man sie ruhig zeigen kann.



Poster

Genau wie Wandtattoos auch sind Poster ein sehr flexibles Dekoelement für die Kinderzimmerwand, denn sie lassen sich schnell austauschen.

Ich möchte dich hier unbedingt ermutigen, auch einmal eine etwas andere Hängung (also Anordnung der Poster) zu probieren. Natürlich kannst du einfach ein, zwei oder drei Bilder derselben Größe nebeneinander an die Kinderzimmerwand hängen. Aber gerade wenn du etwas mehr Platz hast, möchte ich dir eine sogenannte Petersburger Hängung ans Herz legen. Hierbei werden mehrere Bilder verschiedener Formate scheinbar chaotisch gruppiert.

Aber: das Arrangement der Bilder ist ganz bewusst gewählt und sorgt so für eine eindrucksvolle Präsentation der Bilder. Damit dies gelingt, habe ich einige Tipps für dich:

  1. Wähle zueinander passende Bilder aus. Die Poster sollten also in der Farbgebung, im Stil oder den Motiven miteinander harmonieren. Schön ist es auch, wenn du hier Motive, die woanders im Zimmer auftauchen, aufgreifst (z.B. auf einer Motivtapete, einem Wandtattoo oder anderer Deko).

  2. Arrangiere die Bilder zunächst auf dem Boden (oder vorab am Computer) bis du eine Ordnung gefunden hast, die dir gefällt. Dein Ziel: geordnetes Chaos😊Die Petersburger Hängung ist nämlich nicht komplett wahllos arrangiert sondern orientiert sich meist irgendwo an einer waagerechten (manchmal auch zusätzlich einer senkrechten) Linie. Probiere einfach etwas rum.

  3. Die Bilderrahmen sind idealerweise für alle Poster identisch oder harmonieren zumindest miteinander. Denn der Blick soll auf die Bilder fallen, nicht die Rahmen.

  4. Beim Aufhängen ist dann Genauigkeit und gutes Messen gefragt. Dafür wirst du mit einem tollen Ergebnis belohnt!


Wandlampen


Es gibt so viele wundervolle Wandlampen, dass sie für mich auch als Gestaltungselement für die Kinderzimmerwand gelten. Du brauchst auch nicht unbedingt einen Stromanschluss an der Wand – viele Modelle sind mit Stecker für die Steckdose erhältlich. Das Thema Beleuchtung im Kinderzimmer liegt mir ganz besonders am Herzen – 3-5 Lichtquellen sollten es mindestens sein. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, habe ich zu diesem Thema einen eigenen Artikel geschrieben.






Eigene Kunstwerke/Fotos

So richtig schön ist ein Kinderzimmer, wenn es eine persönliche Note bekommt. Die meisten Kinder malen und basteln sehr gerne und dann ist es toll, wenn diese Kunstwerke einen Ehrenplatz bekommen. Auch Fotos von den besten Freunden und schönen Erlebnissen mit der Familie machen das Zimmer individuell.

Es gibt viele Möglichkeiten wie du eine Kinderzimmerwand mit selbstgemalten Bildern/Fotos gestalten kannst. Zum einen gibt es große Magnet- oder Pinnwände, diese sind mitunter aber recht dominant. Wobei es auch schöne Modelle mit kindlichen Formen und Motiven gibt. Oder du greifst auf schmale Magnetleisten zurück, diese sind optisch etwas zurückhaltender. Zudem gibt es Seile an denen die Bilder mit kleinen Klammern oder magnetisch befestigt werden können. Wenn du es etwas geordneter magst, sind auch spezielle Wechselrahmen eine schöne Option.



So, nun kennst du die vielen Möglichkeiten und Elemente mit denen du eine Kinderzimmerwand gestalten kannst. Ganz schön viel, daher kommen hier noch einmal meine wichtigsten Punkte als Zusammenfassung:

  1. Kombiniere die verschiedenen Möglichkeiten und Elemente zu einem Gesamtkonzept

  2. Achte auf die Wirkung von Farben und Mustern

  3. Wenn du dich für ein großformatiges Motiv oder eine großgemusterte Tapete entscheidest, lasse diese Kinderzimmerwand wirken indem du nur wenige Möbel davor stellst und im übrigen Zimmer etwas zurückhaltender bist

  4. Greife Motive oder Themen immer wieder auf damit das Zimmer „rund“ wird - z.B. Zimmerthema „Waldtiere“: eine Tapete mit großformatigen Birkenstämmen an einer Wand, Wandlampe in Form eines Fuchskopfes, Poster mit verschiedenen Waldtieren, ein Wandregal mit einer Blättergirlande geschmückt - verstehst du was ich meine? :-)

  5. Gib deinen Augen auch Freiraum. Nicht jede Kinderzimmerwand muss komplett gestaltet und dekoriert sein. Lasse auch einige freie Flächen damit der Rest um so intensiver wirken kann.


Du wünschst dir Hilfe bei der Gestaltung im Kinderzimmer? Dann melde dich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch bei mir und wir schauen zusammen ob und wie ich dir helfen kann.



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